Der Praeputialkatarrh / "Hundetripper"

Gastbeitrag von Anne Zahnow, Tierheilpraktikerin

Wohl fast jeder Halter eines unkastrierten Rüden kennt die kleinen, grün-gelblichen, klebrigen Tröpfchen die sein Hundemann manchmal hinterlässt. Dabei handelt es sich um den Praeputialkatarrh, oder auch den sogenannten „Hundetripper“.

Was ist ein Praeputialkatarrh?
Wie entsteht er und an welchen Symptomen lässt er sich erkennen?

Bei einem Praeputialkatarrh handelt es sich um eine Entzündung der Vorhaut. Diese entsteht häufig durch das Berühren von Gegenständen beim Wasserlassen (was bei Rüden wiederum nicht selten vorkommt), aber auch durch das Verbleiben von Urin im Vorhautsack nach dem Wasserlassen oder Verletzungen.

Der Praeputilakatarrh äußert sich durch den genannten schleimig-eitrigen Ausfluss oder hochakut auch blutig-schleimigen Ausfluss aus der Vorhautöffnung. Desweiteren ist zu beobachten dass der Hund sich ständig leckt. Bei einer starken Entzündung kommt es zudem zu Schmerzen aufgrund dessen der Hund evtl. auch gekrümmt, stacksig oder auf andere Weise abnormal läuft.

Was kann man nun dagegen tun?

Die Schulmedizin behandelt den Praeputialkatarrh häufig durch Spülungen und Waschungen mit milden, desinfizierenden Lösungen. Evtl. wird auch das Einbringen antibiotischer Salben verordnet. Kommt es zu häufigen oder besonders starken und schmerzhaften Rezidiven, wird auch oft eine Kastration empfohlen.

Natürliche Hilfe

Möchte man seinem Hund auf natürlichem Wege helfen und ist die Erkrankung noch nicht zu weit fortgeschritten, haben sich Spülungen mit verdünnter Echinacea-Tinktur bewährt. Dazu löst man 10 Tropfen Echinacea Urtinktur in 100 ml lauwarmen Wasser auf und bringt es mithilfe einer Einmalspritze (ohne Kanüle!) vorsichtig in den Vorhautsack ein. Kurz nach dem Einbringen hält man die Öffnung noch eine Weile sanft mit den Fingern geschlossen und massiert die Lösung ein, danach streicht man alles wieder vorsichtig aus.

Diesen Vorgang sollte man 2 bis 3 mal hintereinander wiederholen. Je nach Bedarf hat sich die 2 bis 3 tägliche Anwendung bis zum Verschwinden der Beschwerden bewährt. Wichtig ist die Lösung immer wieder neu zuzubereiten und nicht aufzubewahren sowie immer neue Einmalspritzen zu verwenden!

 Im Zweifelsfall, wenn man sich dem Krankheitsbild oder der Behandlung nicht sicher ist, sollte immer ein Tierarzt oder Tierheilpraktiker zu Rate gezogen werden! Dasselbe gilt für den hochakuten Verlauf mit Blutbeimengungen oder wenn die Beschwerden nicht nach 2-3 Tagen abklingen.

Desweiteren ersetzt diese Beschreibung keinen tierärztlichen Rat und die Durchführung der Behandlungsvorschläge erfolgt auf eigene Gefahr!


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