3 natürliche Mittel gegen Wurmbefall

Wie oft wird Dein Hund entwurmt? Die meisten Hundebesitzer entwurmen ihre Vierbeiner regelmäßig mit Arzneimitteln vom Tierarzt oder aus der Apotheke. Dabei ist vielen nicht bewusst, dass auch ein straffer Entwurmungsplan nicht zuverlässig vor Würmern schützen kann.

Wurmkuren vom Tierarzt

Eine übliche Wurmkur erlöst den Hund nur von bereits vorhandenen Würmern und hat keine vorbeugende Wirkung. So können theoretisch schon wenige Tage nach der Entwurmung neue Parasiten in den Hund gelangen, die es sich bis zur nächsten Wurmkur im Körper des Hundes ( = ihrem Wirt) gemütlich machen. Es ist also ein Irrglaube, dass der Hund nach einer Wurmkur in den nächsten Wochen oder Monaten garantiert "wurmfrei" sein wird.

Nebenwirkungen möglich

Viele Hunde haben keine auffälligen Probleme mit chemischen Entwurmungen, andere hingegen reagieren sehr sensibel. Ungewöhliches Verhalten, Unruhe, Kratzen, Übelkeit, Durchfall können in Verbindung mit Wurmkuren auftreten. Es ist daher sinnvoll, seinen Hund nach einer Entwurmung zu beobachten.

Natürliche Alternativen
 
Allerdings gibt es auch alternative Möglichkeiten, Wurmbefall beim Hund zu bekämpfen. Ein Vorteil dieser natürlichen Mittel ist, dass sie sowohl präventiv (= um Wurmbefall vorzubeugen), als auch kurativ (= gegen vorhandenem Wurmbefall) eingesetzt werden können. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie im  Gegensatz zu den chemischen Wurmkuren richtig verabreicht keine Nebenwirkungen bergen und den Organismus nicht unnötig belasten.


Kotproben verraten, wann eine Wurmkur nötig ist

Ein Hund muss eigentlich nur dann entwurmt werden, wenn er auch tatsächlich unter Wurmbefall leidet. Mit einer Kotuntersuchung beim Tierarzt oder einem Labor findet man heraus, ob überhaupt ein Wurmbefall vorliegt. Dazu sollten über 3 Tage kleine Kotproben gesammelt und beim Tierarzt zur Untersuchung abgegeben werden. Die Kosten liegen meist zwischen 8 und 20 Euro. Ihr Tierarzt wird sicher gern eine genaue Preisauskunft geben. Wird bei der Kotuntersuchung kein Wurmbefall nachgewiesen, kann man auf eine Entwurmung verzichten.

In vielen Fällen zeigte sich durch die Kotuntersuchungen, dass der eigene Hund gar nicht alle 3 Monate unter Würmern leidet und häufige Wurmkuren (egal ob chemisch oder natürlich) nicht so oft wie erwartet erforderlich sind.

Tipp: Stuhlproben-Röhren aus der Apotheke eignen sich prima zum hygienischeren Einsammeln,
           sicherem Verpacken und Transportieren der Kotprobe.


Natürliche Mittel gegen Würmer

Es gibt verschiedene natürliche Mittel, die gegen Würmer wirken. Bitte informiere Dich sich vor der Verwendung ausreichend über ihren Einsatz und die genaue Dosierung.

Kokosflocken & Kokosöl
sind als Mittel gegen Würmer sehr beliebt. Man sollte Bio-Produkte vorziehen und nur kaltgepresstes Öl verwenden. Sowohl Flocken(Raspeln) als auch das Öl wird dem Futter beigemengt. Die enthaltene Laurinsäure macht den Hund als Wirt für die Würmer unattraktiv.

Gemahlene Kürbiskerne
Kürbiskerne wurden schon früher gegen Bandwurmbefall verwendet. Sie enthalten die Aminosäure Cucurbitin, die gegen Würmer wirkt. Kürbiskerne wirken auch harntreibend und helfen Hunden mit Prostata- oder Blasenproblemen. Zusätzlich sollen sie das Immunsystem unterstützen und freie Radikale abwehren. Auch hier sind Bio-Produkte vorzuziehen.

Geriebene Möhren
Bio-Möhren können frisch gerieben oder püriert direkt dem Futter beigemengt werden.

Die richtige Dosierung

Wer natürliche Produkte zur Wurmbekämpfung verwenden möchte, findet bei einem Tierheilpraktiker oder naturheilkundlich ausgerichtetem Tierarzt seines Vertrauens professionellen Rat. In zahlreichen Büchern und im Internet findet man ebenfalls  Informationen zur natürlichen Wurmbekämpfung.


Kommentar schreiben

Kommentare: 7
  • #1

    manuela (Sonntag, 01 Mai 2016 14:39)

    Hallo wieviel kürbiskerne und wielange mein hund ist drei monate alt und muss ich neine anderen tiere auch entwurmen

  • #2

    Sophia Joost (Freitag, 07 April 2017 16:30)

    Soweit ich weiß macht man das dauerhaft und regelmäßig.
    Entweder täglich oder 2-3 mal die Woche.
    Da gehen die Meinungen wohl auseinander.
    Einfach mal Google durchforsten. ;)

  • #3

    philipp (Sonntag, 07 Mai 2017 04:50)

    Warum darf man die Möhren nicht püriren?

  • #4

    lupo (Samstag, 10 Februar 2018 20:27)

    Der Wurmzyklus bei Fadenwürmern soll etwa drei Wochen dauern. Zyklus, das heißt vom Ei bis zum Geschlechtsreifen Wurm vergehen drei Wochen. Um alle Würmer und die welche noch in den Eiern sind zu beseitigen muss das Antiwurmmittel (z. B. geraspelte Karotten) deshalb mindestens drei Wochen täglich gegeben werden.

    lupo

  • #5

    Maja (Sonntag, 11 März 2018 12:42)

    Mein Labrador futtert Möhren einfach so. Sind auch Bio, geschält und sie benutzt es eben wie ein Snack zum knabbern. Daher die Frage muss es unbedingt geraspelt sein? Die Nährwerte usw. dürften doch die selben sein oder?

  • #6

    Ricardo (Donnerstag, 29 März 2018 11:28)

    Da geht es wahrscheinlich auch darum, dass Karotten besser aufgenommen werden, wenn sie geraspelt sind, als im ganzen. Ein Hund zerbeißt sie ja auch nicht so fein.

  • #7

    Fee von Wuff&Wedel (Donnerstag, 29 März 2018 14:13)

    Die Inhaltsstoffe der Karotte kann ein Hund besser verwerten, wenn die pflanzlichen Zellen vor der Fütterung schon etwas "zerlegt" werden. Daher ist eine mechanische Zerkleinerung ratsam.
    Und schmecken tut es so meist auch den Hunden, die selbst keine Möhre zerkauen würden.